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Energieeffizienz ja, aber im richtigen Maße!

Stichworte wie erneuerbare Energien, Gebäudeenergieeffizienz sind nicht nur in der Politik in Mode gekommen. Leider hat man auch hier den Eindruck, es herrscht das Prinzip: Koste es, was es wolle. Aber auch im Handwerk spielen diese Themen inzwischen eine Rolle. Im Rahmen des sogenannten „Winterenergiepaketes“ werden nun auf europäischer Ebene u. a. die Energieeffizienzrichtlinie und die Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie neu überarbeitet. Dies wird getan, weil sich mittlerweile viele Entwicklungen und Fortschritte ergeben haben, die eine gewisse Nachhaltigkeit gewährleisten könnten, wenn sie die richtige Berücksichtigung finden. Jedoch darf bei aller Nachhaltigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit für das Handwerk und die Unternehmen nicht beeinträchtigt werden und die Bürokratie noch weiter zunehmen.

Gerade der Bereich der Gebäudeenergieeffizienz kann für die heimische Wirtschaft viele Potenziale entfachen, wenn es richtig angegangen wird. Die Ausgangslage bei der Gebäudesanierung zeigt, dass gerade einmal 25 Prozent aller Gebäude in Europa aktuell energieeffizient saniert sind und die jährliche Rate an Sanierungen ist zwischen 0,4 und 1,2 Prozent einzuordnen. Da ergibt sich ein großer Spielraum nach oben.

Doch es gehört auch zur Wahrheit dazu, dass sich europaweit Gebäude in einem sehr unterschiedlichen Erhaltungsstand befinden, sodass einheitlich verpflichtende Maßnahmen seitens der EU mehr Probleme als Lösungen hervorbringen würden. Eins muss noch klar gesagt werden, wenn neue Regeln oder neue Indikatoren zur Energieeinsparung und höhere Anforderungen beim Bau von Gebäuden gestellt werden, dann muss auch gesagt werden, woher das Geld hierfür kommt. Alles andere ist Wolkenschieberei. Deshalb mache ich mich z. B. auch für die Streichung der Forderung der EU-Kommission nach verpflichtenden Anschlüssen für E-Autos in neu zu errichtenden Wohngebäuden stark. Das ist Zukunftsmusik und würde den Wohnraum nur verteuern.


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