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Junge Hände für alte Wände

Autor: root 03.07.2020

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„Junge Hände für alte Wände" – so lautet die Überschrift der Deutschen JugendBauhütten. Ein Jahr lang sollen Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren in der durch unsere Kreishandwerkerschaft neu zu schaffende Einsatzstelle der Sächsischen JugendBauhütten traditionelle Handwerkstechniken erlernen. Die Einsatzstelle ist dann eine von bundesweit 15 JugendBauhütten.

Vorbild dieser JugendBauhütten waren die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister noch am Original. Diese alte wertvolle Tradition soll wiederbelebt werden. Verschiedene Seminare und Lehrgänge zu Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie der Bedeutung des europäischen Kulturerbes sollen die praktischen Arbeiten am Denkmal ergänzen.

Die JugendBauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der internationalen Jugendgemeinschaft (ijgd). Unterstützung zum Aufbau dieser Möglichkeit erhält die Kreishandwerkerschaft durch das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR), dem der Sächsische Denkmalschutz untergeordnet ist.

In mittlerweile 16 JugendBauhütten arbeiten und lernen Jugendliche für den Erhalt des kulturellen Erbes

Zurzeit befinden wir uns in der Konzept- und Abstimmungsphase und sind dabei auf der Suche nach Partnern. Benötigt werden ge­eignete Handwerksbetriebe, die bereit sind, Jugendlichen als „Praktikanten" ein sogenanntes freiwilliges Jahr zu gewähren.

Rahmenbedingungen

Im Rahmen des Bundesgesetzes zum FSJ gestalten sich die Rahmenbedingungen folgendermaßen:

  • Das FSJ Denkmalpflege bietet die Möglichkeit, die Wartezeit auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll zu überbrücken. Es ist seit 2012 möglich, ein freiwilliges soziales Jahr in den JugendBauhütten zu absolvieren.
  • Der Freiwilligendienst in den JugendBauhütten ist ein gesetzlich geregeltes Freiwilliges Soziales Jahr. Es beginnt im September und dauert i. d. R. zwölf Monate. Das FSJ in der Denkmalpflege ist eine Vollzeitbeschäftigung.
  • Die Teilnehmer erhalten ein „Taschengeld" mit den Zuschüssen für Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten" in Höhe von 421,00 Euro/Monat.
  • Es erfolgt eine Kostenübernahme der obligatorischen Weiterbildungen von den JugendBauhütten.
  • Für einige Studiengänge wird das FSJ Denkmalpflege in den JugendBauhütten als Vorpraktikum anerkannt.
  • Per Einzelfallentscheidung durch die Handwerkskammern kann das Jahr auf einschlägige Ausbildungen angerechnet werden.
  • Traditionelles Handwerk bzw. Handwerksbetriebe und Planungsbüros in der Denkmalpflege werden als kulturell bedeutsam eingeschätzt und können darum auch als Einsatzstelle besetzt werden.
  • Die Einsatzstellen (Handwerksbetriebe) beteiligen sich mit einem Betrag an den Kosten. Sie stellen den Jugendlichen die Arbeitskleidung.
  • Die Seminarzeit (Schulungen) beträgt sechs Wochen pro Jahr. Inhalte sind Theorie und Praxis in der Denkmalpflege. Sie erfolgen in der Sächsischen JugendBauhütte in Görlitz.

Wenn Sie mehr über das Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege wissen möchten, wenden Sie sich einfach direkt an die JugendBauhütte oder an uns. Bei generellen Fragen zu den JugendBauhütten können Sie sich auch gerne an das Referat JugendBauhütten bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wenden.

(KHS)