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Entwicklung der offenen Werkstatt

Autor: root 14.04.2020

Mitarbeiter der HWK Dresden und TSM-Bau GmbH beim Transport der Werkbänke

Anfang Juni 2020 sollte der Betrieb der offenen Werkstatt auf der Langen Straße in Riesa starten. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist die offene Werkstatt beinahe final eingerichtet. Es fehlt lediglich der Feinschliff. Auch die Konzepte der beteiligten Handwerks­unternehmen TSM Bau GmbH, Köhler GmbH, Stratos GmbH wären bis Mitte April so weit fertig gewesen, um Schülern aus den Riesaer Schulen zunächst das Projekt innerhalb der Werkstatttage des Qualifizierungszentrums vorzustellen. Im nächsten Schritt hätten die ersten interessierten Schüler in einer ersten Testphase ab Juni 2020 die Möglichkeit bekommen, innovative Angebote in den Bereichen „Bau", „Elektro" und „Metall" wahr­zunehmen. Bereits im neuen Schuljahr hätten die beteiligten Handwerksunternehmen von den ersten Projekterfahrungen aus den Angeboten im Sommer in der Testphase bis zu einschließlich den Herbstferien profitieren können.

Die Umsetzung der anvisierten Projektziele fand mit Beginn der Corona-Krise ein jähes Ende. Denn laut Sächsischem Ministerium für Kultus (SMK) sind auch alle außerschulischen Angebote zunächst bis Ende dieses Schuljahres abzusagen (Stand 17. März 2020). Diese Vorsichtsmaßnahme betrifft aber auch bis auf Weiteres alle Veranstaltungen, wie den ersten Innovationsclub 2020 und die erste Obermeistertagung in der offenen Werkstatt, die bereits für Anfang April geplant waren.

Vor Corona ist nach Corona – Wie geht es weiter?

Allerdings sind die zahlreichen Vorbereitungen und Planungen nicht verloren. Frau Sybille Stenzel und Herr Stephan Franck (Projekt­koordination und -leitung „Offene Werkstatt") sowie Herr Jens-Torsten Jacob (Projektsprecher WIR!) sind sich mit den Projektpartnern aus dem Handwerk einig, dass die jetzige Position innerhalb des Vorhabens einen guten Start nach dem sogenannten Shut down ermöglichen wird, der jetzt für September 2020 angesetzt wurde. Da die jetzigen Auswirkungen der Corona-Krise auf alle Belange des öffentlichen Lebens noch nicht klar auf der Hand liegen, ist dieser Schritt mehr als vernünftig. Dies wird sich jedoch zwangs­läufig auf das Gesamtvorhaben insgesamt auswirken. Wie sich in diesem Zusammenhang Berlin und damit das BMBF hinsichtlich einer etwaigen Verlängerung aller Vorhaben über den Zeitraum Februar 2022 hinaus positioniert, wird gerade geklärt.

Umsetzung der Ideen ab neuem Schuljahr 2020/2021

Die bisherigen Planungen sehen vor, innerhalb der Schulwochen bis zu den Herbst­ferien an zwei bestimmten Tagen ein Handwerksbereich den Schülern vorzustellen. Dort sollen sie handwerkliche Tätigkeiten im niederschwelligen Bereich innerhalb von Projekttagen im Freizeitbereich kennenlernen.

Es liegt auf der Hand, dass das Angebot bis zu einem gewissen Grad für die Schüler verpflichtend ist, sie aber mit Begeisterung für den nächsten Themenbereich in den jeweiligen Gewerken in die offene Werkstatt kommen sollen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei nach wie vor den Handwerksunter­nehmen zu, die ihre Ideen zusammen mit den Schülern umsetzen. An dieser Planung wird bis auf Weiteres festgehalten, diese wird nur später beginnen. Innerhalb der Herbstferien sollte dann ein Handwerkercamp durchgeführt werden, in dem innerhalb von drei oder fünf Tagen zum einen ein Handwerksunternehmen im Betrieb vorgestellt, dann ein konkretes Projekt der Schüler umgesetzt werden soll. Anschließend ist eine Exkursion mit den Schülern und den Handwerkern des Vorhabens geplant, die entweder den Besuch einer Baustelle oder eines berühmten Bauwerks wie der Frauenkirche zum Inhalt hat. Vorstellbar ist an dieser Stelle auch eine Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die bereits Interesse am Projekt und Workshops im Rahmen der Exkursion angeboten haben. Hintergrund ist, dass ein ganzheitliches Konzept die Schüler vom Handwerk in der Region begeistert. Vielseitigkeit, Dynamik, gewerkeübergreifendes sowie soziales Engagement und Innovationskraft sollen die Schüler als prägendes Bild sowohl vom Handwerk als auch von ihrer Region auf ihrem weiteren Weg begleiten. Inwieweit man bereits die Herbstferien 2020 einbezieht, wird jedoch noch abzuwarten sein.

Die Handwerkskammer Dresden hat einen großen Teil der Einrichtung freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Den Transport von Großenhain übernahmen die Mitarbeiter und Chefs von TSM Bau GmbH und Jan Gierisch vom Wohnkulturgut Gostewitz. Gedankt sei auch an dieser  Stelle Johannes Herold und Cornelia Hartzsch für ihren Einsatz.

Falls Sie Ideen oder Interesse am Projekt haben, melden Sie sich bei uns unter: franck@qz-riesa.de.

(Stephan Franck)