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Ofenbauertag in Radeburg

Teilnehmer der Besichtigung des Tagesbaues ...

Gewohnt zahlreich war die Teilnahme an der Jahreshauptveranstaltung der Innung des Ofen- und Luftheizungsbauer-, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerks Ostsachsen. Schon ein Jahr im Voraus stand der diesjährige Veranstaltungsort für den Ofenbauertag fest: das Schamottewerk Radeburg GmbH hatte sich als interessante Lokalität angeboten. Idyllisch gelegen, bei bestem Sonnenschein, pendelten wir zwischen der toll ausgebauten Scheune als „Verpflegungsstützpunkt", dem Beratungsraum im Hauptgebäude, der nahe gelegenen Kaolingrube, dem Backhaus und dem eigentlichen Werksgebäude hin und her.

... und des Betriebes Obermeister Hendrik Schütze und Geschäftsführer Sven Görner begrüßten die Innungsmitglieder. Der formelle Teil wurde erledigt, dazu gab es Infos zum aktuellen Stand der Diskussion zur Wiedereinführung des Meisterbriefs, der die Fliesenleger besonders interessiert.

Der bis Ende 2018 amtierende Geschäftsführer, Rolf Miersch, kennt sich natürlich bestens mit der Geschichte des Unternehmens aus, die er ab 1990 selber maßgeblich mitgestaltet hat. Er begann in der „Scheune" mit seinen Ausführungen und wusste so manche Anekdote aus den Höhen und Tiefen der Betriebshistorie anzubringen. Gegründet wurde das Unternehmen 1872 als Radeburger „Backofenplatten- und Chamottesteinfabrik Moritz Mitscherling". Radeburger Besonderheit ist, dass sich die Grube zur Gewinnung des Tons/Kaolins in unmittelbarer Nähe befindet und die Qualität so gut ist, dass dem Endprodukt Schamottestein nur Wasser zugesetzt werden muss. Vom Rohstoff bis zum Endprodukt gibt es hier einen Eigentümer und kürzeste Wege. Danach geht es zum benachbarten Grubenrand und Herr Miersch erklärt uns den Abbau und die Bewegung des Tagebaus in den nächsten Jahren.

Wir verfolgen den Weg des Rohstoffs über die Außenlager bis zum fertig gebrannten Produkt. Im Werk ist überwiegend robuste Technik (aus DDR-Zeiten) im Einsatz, die selbst gewartet wird. Das Produkt braucht für den Weg durch das Werk von der Beschickung bis zur Kommissionierung ca. sechs Wochen. Als besondere Überraschung konnte OM Schütze „Silberne Meisterbriefe" an Christian Scholze und Volker Pietzsch übergeben und die Auszeichnung des Innungsbetriebes Andreas Löffler GmbH Großenhain durch die HWK Dresden als „Vorbildlichen Ausbildungsbetrieb" würdigen.

(Hendrik Schütze)

Nach der Übergabe der Silbernen Meisterbriefe