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Obermeistertagung im Zeichen der Digitalisierung

Die Fachplanung in der virtuellen Realität  Wo wäre die Menschheit ohne Innovationen? Schon immer gab es kreative Handwerker, die den entscheidenden Schritt mit vorhandenen Technologien weitergegangen sind. Schauen wir auf Leornardo da Vincis umfangreiches Lebenswerk, so wird deutlich, dass er unter anderem als geschickter Handwerker bereits an der Schwelle der Neuzeit seinen Zeitgenossen weit voraus war. Nicht immer gelingt jedoch der weite Wurf. Muss es auch nicht! Denn die Handwerkerinnen und Handwerker stellen sich, und das ist ihre Stärke gegenüber der Industrie, tagtäglich immer neuen Herausforderungen. In diesem Zusammenhang wurde zur Obermeistertagung das Thema Digitalisierung und neue Technologien handfest angegangen. Eine nicht so einfach zu greifende Thematik, durchdringt sie doch mittlerweile fast jeden Bereich des alltäglichen Lebens. Die Handwerkskammer Dresden, die eines der bundesweiten Kompetenzzentren für das digitale Handwerk beherbergt, stellte umfangreich Technik zum Testen für die Teilnehmer zur Verfügung. Von der fliegenden Drohne bis zur 3D-Technik sowie VR-Brille konnte alles ausprobiert werden. Was diese Techniken im Alltag für den einzelnen Betrieb bedeuten, schilderte Ulrich Goedecke, Abteilungsleiter Regionalbetreuung/Innovation und Technologie, in einer umfangreichen Präsentation. In seinen Ausführungen betonte er, dass es immer noch von der Geschäftsmodellentwicklung jedes Betriebes abhängt, inwieweit man sich auf eine neue Thematik einlasse. Viel hängt auch davon ab, inwieweit man sich überhaupt einem neuen Markt mit modernen Methoden und Technologien öffnen möchte oder aber bei seinem originären Geschäft bleibt. Denn oftmals ändert sich mit einer neuen Geschäftsidee auch das Kundenfeld, damit die Einnahmequellen bis hin zur kompletten Neuausrichtung des Betriebes. Die Balance sowie die Chancen der Digitalisierung zusammen mit den eigenen Zielen im Blick zu halten, ist gerade in diesen Zeiten enorm wichtig. Die Digitalisierung bietet gleichsam enorme Vorteile, will sich doch auch das Handwerk zusammen mit seinen Facharbeiterinnen und Facharbeitern am Markt immer besser positionieren. Dabei kann durchaus der große Wurf gelingen, der den entscheidenden Schritt zu einem neuen Produkt oder einer neuen Erkenntnis bedeutet. Jeder Handwerker kann sich in diesem Sinne beraten lassen und sein Geschäftsfeld an die aktuellen Gegebenheiten unter dem Einsatz vorhandener Technologien auf den neuesten Stand setzen. Herr Goedecke nahm in seinem Vortrag jedem die Angst, sich jetzt und ab sofort neu zu positionieren. Denn, wie er sagte, „ein Schmiedemeister wird auch noch in 25 Jah-ren seine schmiedeeisernen Tore an den Mann bringen." Da wären wir wieder bei da Vinci: Das Handwerk bleibt eben auch unter Einbezug modernster Technologien zeitlos.

Das Interesse ist groß: Ulrich Goedecke (Handwerkskammer Dresden) erklärt

An den Teil dieser Veranstaltung schloss sich die turnusmäßige Mitgliederversammlung. Peter Liebe begrüßte die Dazugekommenen und übergab das Wort an René Uhlig, SIGNAL IDUNA. Er verschaffte den Anwesenden einen Überblick über das vergangene Jahr und gab Ausblicke für die kommende Zeit. Daran schloss sich eine kurze Zusammenfassung über die bisherige Entwicklung zum WIR!-Projekt durch Jens-Torsten Jacob, Geschäftsführer der KHS, an. Mittels eines Kurzfilmes konnten sich die Anwesenden über den Fortschritt dieser Idee überzeugen. Daran schlossen sich die Beschlüsse zum Stellen- und Haushaltsplan 2019 sowie zur Höhe der Beiträge zur KHS an. Mit einem weiteren Beschluss wurde über den Beitritt in den Förderverein der Staatlichen Studienakademie Riesa e.V . entschieden. Außerdem wurde zum Thema „Tag der Sachsen 2019 in Riesa" diskutiert. Prinzipiell ist man sich einig, sich an diesem Großevent zu beteiligen und sich als regionales Handwerk einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Geschäftsführer informierte abschließend über anstehende Termine und erläuterte ausführlich die Möglichkeiten, sich im kommenden Jahr in dem dann zum neunten Mal erscheinenden FutureLine mit einem entsprechenden Lehrstellenangebot zu bewerben. Mit den besten Wünschen für eine erholsame Weihnachtszeit und einen gesunden Start in das neue Jahr verabschiedete der Kreishandwerksmeister seine Gäste und beendete die Versammlung.

(KHS)