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Ergebniskonferenz

Premiere des Projektfilms von Riesa TV

Kurz vor dem Ende der Konzeptphase nimmt das WIR!-Projekt der Kreishandwerkerschaft Region Meißen und ihrer Projektpartner nochmal an Fahrt auf. Bereits am 19. September 2018 konnte die Kreishandwerkerschaft der Presse verkünden, dass Ministerpräsident Michael Kretzschmer die Schirmherrschaft für das Vorhaben übernimmt. Ein wichtiges Signal und großer Erfolg für das WIR!-Projekt und für die Elberegion gleichermaßen! Zur Konferenz am 27. September 2018 im Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft und Technik wurde das Erreichte erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Jens-Torsten Jacob (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Region Meißen) erklärt die weiteren Ziele des Projekts

Ergebnisse des Projekts

Gleich zu Beginn der Ergebniskonferenz zeichnete Kreishandwerksmeister Peter Liebe ein positives Bild des Projekts und fand die passenden Worte zu den 51 Teilnehmern: „Wir konnten seit Beginn des Projekts konkret zeigen, dass Innovationen nicht allein Sache der Oberzentren wie Leipzig, Dresden oder Chemnitz sind. Hier vor Ort in der Elberegion entstehen Ideen für die Zukunft. Und das freut mich besonders!“
Denn viele Projekte für neue Bildungsangebote, neue Produkte oder Dienstleistungen sowie Marketing und Vertrieb sind bereits im Entstehen. Das ist der Input für eine erfolgreiche Antragstellung Ende Oktober.

Vision und Ziele für die Region

Doch die Ergebniskonferenz wollte mehr als Resultate präsentieren. Für die Region wurde eine Vision entwickelt, in der die Ziele für eine attraktive Region bereits verankert werden konnten. Die wichtigsten Punkte sind der Aufbau einer Innovationsakademie für das Handwerk und die Entwicklung und Festigung breiter Partnerschaften für den überregionalen Wissenstransfer. Entlang dieser Koordinaten sind Einzelprojekte, wie ein Ideen-Wettbewerb des Handwerks, die Festigung des Dialogs über Innovation in der Region durch Innovationsclubs sowie das Konzept der offenen Werkstatt ab Frühjahr 2019, unter dem Dach der Innovationsakademie geplant. Der visionäre Blick in die Zukunft wurde mit einem Kurzfilm von Marco Branig (Riesa TV) treffend visualisiert.

Bäckermeister Karsten Liebscher im kreativen Dialog

Innovation für das Handwerk konkret

Innovation für die Region und das Handwerk bedeutet in erster Linie die Sicherung von Fachkräften, betonte Prof. Dr. Utz Dornberger von der Universität Leipzig in seinem Vortrag. Eine offene Werkstatt soll das geeignete Mittel sein. Dabei ist das Zusammenspiel von neuen Technologien und traditionellem Handwerk entscheidend, um eine junge Zielgruppe vom Handwerk zu begeistern. Dafür stellt der Landkreis Meißen die „Bauhalle“ auf der Langen Straße in Riesa in Aussicht, eine mobile Version der offenen Werkstatt soll folgen.
Josephine Hage von Kreatives Sachsen stellte den Mehrwert heraus, der aus der Kooperation zwischen Kreativwirtschaft und dem Handwerk während des WIR!-Projekts bereits erreicht werden konnte. Handwerker und Handwerkerinnen aus der Region haben starke Ideen, diese müsse man auch in Zukunft durch Formate wie der Innovationswerkstatt nur herauskitzeln. Das Handwerk soll jedoch im Fokus der Betrachtung stehen, damit diese die Herausforderungen in der Region meistern können. Ebenso vertrauensvoll wandt sich Prof. Dr. Ute Schröter-Bobsin (Studienakademie Riesa) an das Publikum und warb für innovative Bildungskonzepte für das Handwerk, die durch das WIR!-Projekt umgesetzt werden könnten. Aber auch dafür, ein Zukunftslaboratorium im alten Rittergut zu schaffen, welches neueste Technologien und Wissen für das Handwerk zugänglich machen soll. Doch wie soll das alles erlernt werden? Herr Andreas Barth von der Studienakademie gab einen kleinen Ausblick, wie das gelingt. Mittels virtueller Räume sollen sich Handwerker, aber auch Auszubildende Zusatzqualifikationen durch eine softwaregestützte Handwerksimulation erarbeiten können. Kompetenzen in BWL, Marketing, Kalkulation und in ganzer Betriebsführung können so sinnvoll, zeitgemäß und mit Spaßfaktor vermittelt werden. Weiter konkret ging es mit der Präsentation von Thomas Lehr (Conoscope Leipzig). Mit einem Analyse-Basecap soll zukünftig Prozessoptimierung auch dem Handwerk zu Verfügung stehen. Zeitersparnisse durch veränderte Anordnung von Werkzeugen und Maschinen können identifiziert, simuliert und mittels virtueller Realität die Veränderungen erlebbar gemacht werden.

Familie Heß (Orthopädietechnik Riesa) bei der gemeinsamen Ideenfindung

WIR starten durch. Sie sind mit dabei!

Das gesamte WIR!-Projekt-Team lädt ganz besonders das Handwerk ein, mitzuwirken. Bringen Sie sich mit einer kleinen oder großen Idee ein. Denn bereits 2019 könnten die vielen wichtigen Projekte für die Handwerker der Elberegion umgesetzt werden. Dann wird sich zeigen, ob das Projekt der Kreishandwerkerschaft eines von dann nur noch zwölf ausgewählten Projekten aus Ostdeutschland ist, die in den kommenden fünf Jahren nicht nur eines, sondern viele Fenster für das Handwerk der Zukunft aufstoßen können.

Konkrete Vorhaben

ORTHOPÄDIETECHNIK + AGENTUR
Konzeption und Umsetzung neuer Außenwerbung unter Einbezug neuer Produktideen


BÄCKEREI + APP-ENTWICKLER
Schüler kreieren über App ihr Pausenbrot


TISCHLER + INNENARCHITEKT
Holz in einem Ambiente zum Wohlfühlen


ELEKTROINSTALLATEUR + LICHTDESIGN
Nachhaltige Beleuchtungssysteme für den Innen- und Außenbereich


BÄCKEREI + IT + DESIGN
Die digitale Werkstatt zum „Anfassen“


GLASEREI + DESIGN
Erweiterung des Geschäftsradius von Glasprodukten durch Produktdesign


METALLBETRIEB + IT & SENSORIK
Optimierung von Prozessen in der Werkstatt


ENERGIEDIENST + STUDIENAKADEMIE
Mobile Feinstaubmessung im SHK-Handwerk


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