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Kann man Schüler  fürs Handwerk begeistern?

Jonas Friebel, 7. KlasseIn diesem Jahr nahm unsere 7. Klasse des ,,Rudolf-Stempel-Gymnasium‘‘ am Projekt ,,Schule–Kunst–Handwerk‘‘ teil. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme der Kreishandwerkschaft Region Meißen mit dem Ziel, sich künstlerisch und handwerklich im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen in den jeweiligen Fachbetrieben zu erproben.

Nach Ablauf des dreitägigen Projektes waren einige meiner Mitschüler bereit, ein kurzes Statement über ihre Erfahrungen in den einzelnen Materialgruppen zu geben.

1. Was hast du dir unter dem Projekt vorgestellt?
E. L. (Metall): Ich hatte mir vorgestellt, dass wir viel mit Metall arbeiten, wie Schneiden und Schmelzen.
A. M. (Sandstein): Ich dachte mir, es ist mal etwas anderes als Malen und Zeichnen.
K. S. (Filz): Es gibt mir die Möglichkeit, etwas Kreatives zu machen und außerdem würde ich alte Bekannte wiedersehen.
A. K. (Glas): Ich dachte, es wird langweilig, da jeder die gleiche Aufgabe bekäme und alle zusammen an nur einem Projekt arbeiten würden.

2. Warum hast du dich für dein Material entschieden?
E. L.: Weil es sehr viele unterschiedliche Metallarten gibt und ich erfahren habe, dass dieser Werkstoff nur sehr schwer zu bearbeiten ist.
A. M.: Ich wollte testen, inwieweit ich den Sandstein mit Meißel und Hammer bearbeiten kann.
K. S.: Ich habe bereits Erfahrungen im Filzen sammeln können. Außerdem befindet sich die Werkstatt unweit meiner Wohnadresse. Die anderen Werkstoffe waren für mich uninteressant.
A. K.: Glas klang für mich am interessantesten, da ich schon immer mal wissen wollte, was man daraus fertigen kann und wie man es bearbeitet.

3. Wurden deine Erwartungen erfüllt?
E. L.: Ja, meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.
A. M.: Da ich keine Erwartungen hatte, bin ich offen an die Aufgaben herangegangen.
K. S.: 100 Prozent und mehr!
A. K.:: Es war sehr interessant. Ich habe eine neue Sichtweise zum Thema Glas erfahren und konnte viele eigene Ideen einbringen.

4. Hat das Projekt Auswirkungen auf deine mögliche Berufswahl?
E. L.: Nein, da ich später nicht mit Metall arbeiten möchte.
A. M.: Nein, ich möchte kein Steinmetz werden.
K. S.: Das bezweifle ich, jedoch könnte ich mir Filzen gut als Hobby vorstellen.
A. K.: Nein. Ich finde Glas zwar okay, aber nicht für meine spätere Berufswahl.

Aus den Äußerungen kann man schließen, dass das Handwerk auch heute noch für die Jugend interessante Aspekte bietet. Vor allem das freie und kreative Arbeiten machte allen viel Spaß. Das Projekt wurde sehr positiv von den Schülern aufgenommen. Trotz der offenen, zugänglichen Art der Ausbilder, die ihr Wissen gern an uns Schüler weitergaben, lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Auswirkungen auf eine berufliche Perspektive in Richtung Handwerk erkennen. Ich bin der Meinung, dass das Projekt ,,Schule–Kunst–Handerk‘‘ weitergeführt und ausgebaut werden sollte.


Jonas Friebel
(Foto: Peter Noack)


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