www.khs-meissen.de / 3: Aktuelles > WIR! bewegen was im Riesaer Rittergut
.

WIR! bewegen was im Riesaer Rittergut

Autor: root 30.04.2021

Ideen und Konzepte werden zum 1. Kreativclub am 27. Mai 2021 vorgestellt

Das Luftbild des alten Ritterguts Riesa zeigt die Größendimensionen und das Potenzial für die Nutzung. Foto: Lutz Weidler

Im Projekt „WIR! – Das Handwerk als Innovationsmotor in der Elberegion Meißen" wird die Projektentwicklung für das alte Rittergut in Riesa unter Federführung der Kreishandwerkerschaft Region Meißen und dem Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e. V. vorangetrieben. Neben einem Konzept für die künftige Nutzung steht vor allem die Sanierung des Gebäudes im Vordergrund.

Das Objekt an der Rittergutstraße 13 – 25 befindet sich zwischen dem Gelände der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa und dem Stadtteil Gröba. Erbaut wurden die Gebäude 1910 als „Rittergutsneubau für die Baumwollspinnerei Riesa AG, Rittergut Gröba bei Riesa" von Architekt Martin Hammitzsch, der auch den Entwurf der bekannten Tabakfabrik „Yenidze" in Dresden verantwortete. Das Ensemble besteht aus einem ehemaligen Wohngebäude für die Angestellten und zwei Produktionsgebäuden, die Maschinen und Werkstätten beherbergt haben. Der Gebäudekomplex steht derzeit leer, ist aber aufgrund regelmäßiger Wartungs- und Reparaturarbeiten in einem verhältnismäßig guten Zustand.

Das Objekt eignet sich aufgrund seiner Lage im Projektgebiet, aber auch in der Stadt Riesa selbst, sowohl für die zentrale Verortung der „Innovationsakademie des Handwerks Elberegion Meißen" als auch als Referenzobjekt für ein Zukunftslabor für innovatives Forschen, Wohnen, Arbeiten und Lernen in Rufweite der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa. Eine Mischnutzung mit unterschiedlichen Mieter- und Eigentumsstrukturen ist denkbar und im Hinblick auf die Größe des Objekts sinnvoll.

Konkret soll zunächst der „Elbflügel" für eine Einsatzstelle der Sächsischen Jugendbauhütte nutzbar gemacht werden. Vorbild dieser Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister noch am Originalobjekt. Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Unterstützt wird dieses Projekt durch den Freistaat Sachsen.

Nutzungsideen und konkrete Vorstellungen wurden bereits im September 2020 in einem Kreativworkshop entwickelt. Foto: Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa

Während die Nutzungsideen für den Elbflügel bereits in konkreten Plänen münden, ergibt sich für den Turmflügel ein breites und offenes Spektrum an Möglichkeiten. Diese sollen weiter ausgearbeitet werden: Am 27. Mai 2021 laden dafür die Kreishandwerkerschaft Region Meißen und die Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa zum 1. Kreativclub ausgewählte Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk und Lokalpolitik ein. Vertreter des Landesverbands der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e. V. stellen bereits umgesetzte oder in der Umsetzung befindliche Nutzungskonzepte ähnlicher Objekte in Sachsen vor.

Zur Veranstaltung wird auch die Frage geklärt, ob der Denkmalschutz „Freund oder Feind" sein kann und inwieweit sich dieser mit nachhaltigen Sanierungskonzepten vereinen lässt. Nicht zuletzt soll durch interessante Impulsvorträge, einem regen Gedankenaustausch und konstruktiven Gesprächen das Rittergut zu einer Anlaufstelle von Handwerk, Wirtschaft, Bildung und Kultur entwickelt werden.

Interessenten können sich gern per Telefon 03525 707851 oder über die E-Mail-Adresse diana.kammer.wir@ba-sachsen.de für die Abendveranstaltung am 27. Mai 2021 in der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa anmelden. Sie erhalten detaillierte Informationen zum geplanten Programm. 

(Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa)