www.khs-meissen.de / Aktuelles > Europa – was erwartet uns in 2019?
.

Europa – was erwartet uns in 2019?

Ein spannendes und intensives Jahr neigt sich nun langsam dem Ende. Auch in der Europäischen Union gab es viele Projekte und Herausforderungen, die bewältigt werden mussten. 2019 steht der EU ein weiteres ereignisreiches Jahr bevor.

Ein Thema, welches auch weiterhin sehr präsent sein wird, ist natürlich der Brexit. Denn am 29. März 2019 wird Großbritannien die EU verlassen. Denn welche Auswirkungen nun damit z. B. auf Sachsen zukommen, kann noch nicht abgesehen werden. Fest steht jedoch, dass es bei der Europawahl, welche am 26. Mai 2019 stattfinden wird, europaweit nur noch 705 anstatt der jetzigen 751 Sitze im Europäischen Parlament geben wird. In Großbritannien werden somit keine Parlamentarier mehr gewählt.

Für Deutschland und den Freistaat wird die Europawahl nächstes Jahr ebenfalls entscheidend sein, geht es doch darum, auch in Zukunft ein Europa weiter zu bauen, was den Menschen nützt und sie schützt. Auch wenn noch nicht alles rund läuft in diesem Projekt Europa, brauchen wir es weiterhin dringend für den Aufbau Sachsens. Europa hat schon viel geleistet und bringt viele Vorteile, die häufig übersehen werden oder als selbstverständlich wahrgenommen werden, wie z. B. den Binnenmarkt, das Reisen ohne Visum und Pass oder der Wegfall des Roamings. Wir brauchen ein Europa, das sich auf die wesentlichen Dinge konzentriert und sich nicht in Detailfragen verliert. Wir brauchen aber allen voran ein starkes Europa, das auch den Rückhalt der Gesellschaft hat, seien es Handwerker, Dienstleister, Schüler oder Rentner.

Die Europäische Union hat in diesem Jahr auch für das Handwerk einiges getan. Ein großer Erfolg war es, dass die europäische Dienstleistungskarte verhindert werden konnte und damit nicht ein zusätzlicher Bürokratieberg für vor allem kleine Handwerksbetriebe oder Dienstleistungsgewerbe entsteht. Die Abschaffung der Zeitumstellung wurde auf Drängen des Europäischen Parlaments vorangebracht und durch die öffentliche Befragung der EU-Bürger bestärkt. Auch wenn die Abschaffung der Zeitumstellung möglicherweise erst 2021 umgesetzt werden kann, so ist dennoch der Stein ins Rollen gekommen. Alles im allem zeigt sich, dass die Europäische Union handlungsfähig ist und gebraucht wird. Für das kommende Jahr ist es daher wichtig, dass Europa und die Europäische Union positiv wahrgenommen werden und sich das in der Beteiligung zur Europawahl widerspiegelt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr 2019!