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Leichtbauinnovationen aus Faserverbundwerkstoffen – eine Chance für das Handwerk?

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Leichtbau durch den Einsatz von neuen innovativen Materialien ist in der industriellen Anwendung absolut im Trend. Dabei spielen insbesondere die Faserverstärkten Kunst-stoffe (FVK) zunehmend eine immer stärkere Rolle.

Carbon ist vielen Menschen bekannt, da er im Automobilbau unter anderem im Sicht-bereich eingesetzt wird und als Symbol für Hightech steht. Doch seine wahre Stärke liegt in der hohen Festigkeit und Stabilität, der geringen Ausdehnung unter Temperatur- einfluss, einer hohen Gestaltungsfreiheit sowie der Möglichkeit, spezielle Zusatzfunk- tionen in das Bauteil zu integrieren.

Bauteile aus Carbon (CFK) und GFK: Druckbehälter, verzweigtes Hohlprofil, Antriebswellen, CFK-Träger, offenes Profil, Scannerspiegel Darüber hinaus gibt es jedoch viele andere Möglichkeiten, wie man Kunststoff durch integrierte Fasern fester und stabiler machen kann. Der Einsatz von Glas- und Aramid- fasern sind nur zwei weitere Beispiele. Können diese Materialen auch neue Mög-lichkeiten für das Handwerk eröffnen? Die Forscher aus dem KVB Institut für Konstruk-tion und Verbundbauweisen aus Döbeln beantworten diese Frage mit einem klaren „Ja". Zum einen können Faserverstärkte Kunststoffe (FVK) als dekoratives Element bei der Gestaltung von Räumen und Gebäuden, ähnlich dem Sicht-Carbon im Automobil-bau, eingesetzt werden. Auch die Kombina-tion von Bauteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Licht bieten diesbezüglich vielfältige Möglichkeiten. Dabei können sehr individuelle Teile hergestellt und somit Lösungen zur Erfüllung spezieller Kunden-wünsche umgesetzt werden. Darüber hinaus bieten diese Materialien auch die Chance, Werkzeuge leichter und stabiler zu machen. Ein Vorteil, der bei der täglichen Arbeit nicht zu unterschätzen ist und sehr hilfreich für das Handwerk sein kann.

Das KVB Institut für Konstruktion und Ver-bundbauweisen ist bei der Umsetzung solcher Ideen ein potenzieller und inte-ressanter Partner. Einst gegründet als An- Institut an der TU Chemnitz, sitzen die Forscher mittlerweile in Döbeln, arbeiten eng mit der COTESA GmbH zusammen und bringen die Ergebnisse der Forschungs- arbeiten in anwendungsorientierte Lösungen sowie deren Umsetzung ein.

(Martin Semsch)

Prozesssimulation während der Designphase von FVK-Bauteilen