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Der Startschuss ist gefallen – Kreishandwerkerschaft gewinnt WIR!-Projekt

Das Projektbündnis v. l. n. r.: Peter Liebe (Kreishandwerksmeister), Robert Meyer (Uni Leipzig), Andreas Barth (Studienakademie Riesa), Prof. Dr. Utz Dornberger (SMILE/ Uni Leipzig), Josephine Hage (Landesverband für Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e. V.), Prof. Dr. Ute Schröter-Bobsin (Studienakademie Riesa), Sybille Stenzel (Qualifizierungszentrum Region Riesa), Thomas Lehr (Conoscope GmbH), Stephan Franck (Kreishandwerkerschaft Region Meißen), Jens-Torsten Jacob (Kreishandwerkerschaft Region Meißen)

2019 - Das Jahr der Entscheidung

Für Peter Liebe (Kreishandwerksmeister) lag die Sache in seiner Rede beim Neujahrsempfang Mitte Februar 2019 ganz klar auf der Hand: Das Jahr 2019 ist das Jahr der Entscheidung. Damit spielte er im Beisein von Handwerkern, Landespolitikern, Landrat und Oberbürgermeistern sowohl auf die kommenden Europa- und Landtagswahlen als auch auf das WIR!-Projekt der Kreishandwerkerschaft und ihrer Projektpartner an. Bereits zu diesem Zeitpunkt war allen Beteiligten klar, dass das Vorhaben Hand und Fuß hat und auf breite Unterstützung im Landkreis Meißen und darüber hinaus bauen kann. Am 20. März 2019 ist die Entscheidung gefallen: Das Konzept für das Projekt „Das Handwerk als Innovationsmotor in der Elbe-region Meißen" geht in die Umsetzungsphase. Alle Beteiligten sind begeistert, aber auch erleichtert, dass es geklappt hat. Damit haben sich alle Anstrengungen für das Projektbündnis innerhalb des vergangenen Jahres ausgezahlt. Denn es ist und bleibt ein Projekt mit dem Handwerk für das Handwerk in der Region. Die Arbeit kann beginnen, obwohl schon ein „Plan B" in der Schublade für die Umsetzung der Projekte steckte.

Die Ziele des Projekts im Überblick

WIR!-Wettbewerb kurz erklärt

Beim Wettbewerb „Wandel durch Innovation in der Region" wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter die besten 20 Bündnisse gewählt, die insgesamt alle fünf ostdeutschen Flächenländer abdecken. Diese Initiativen haben sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. Im Oktober 2017 haben über 100 Bewerber Skizzen für das Projekt eingereicht. Von ihnen erhielten 32 die Möglichkeit, strategische Konzepte für ihre Region zu entwickeln, die anschließend von Experten bewertet und letztendlich einer Fachjury mit einer abschließenden Präsentation in Berlin vorgestellt wurden. Die Verteidigung fand am 14. März 2019 im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz statt. Mit dabei waren Josephine Hage (Landesverband für Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e. V.), Jens-Torsten Jacob (Kreishandwerkerschaft Region Meißen), Prof. Dr. Ute Schröter- Bobsin (Studienakademie Riesa), Sybille Stenzel (Qualifizierungszentrum Region Riesa) und Prof. Dr. Utz Dornberger (SMILE/Uni Leipzig).

Die herausragende Förderungstärkt Handwerk und Region

Ab April 2019 wird das Projektbündnis der Kreishandwerkerschaft den Strukturwandel in der Elberegion vorantreiben. Die Besonderheit: Gefördert werden lediglich Projekte, die auch für das Handwerk in der Region Sinn machen. Wichtige Entwicklungen, wie Fachkräftegewinnung, Kooperationen mit der Kreativwirtschaft und eine Strategieentwicklung, können in Gang gesetzt und das regionale Umfeld inspiriert werden. Mit der wichtigen Entscheidung aus Berlin wird sowohl das Handwerk als auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in der Elberegion Meißen mit einer herausragenden Förderung gestärkt.

Für eine attraktive Region – Die Pilotprojekte für das Handwerk

Zu den drei priorisierten Vorhaben zählen der Aufbau einer Offenen Werkstatt für innovative Bildungsangebote (engl. FabLab), einer Innovationsakademie für designorientierte Produktentwicklung und der Aufbau einer mitgliederbasierten Träger- und Finanzstruktur für zukünftige Vorhaben in der Region in Form einer Genossenschaft. Für die Verortung des FabLabs (Bauhalle, Lange Straße, Riesa) und der Innovationsakademie (Rittergut, Riesa) gibt es bereits konkrete Zusagen sowohl von Oberbürgermeister Marco Müller als auch von Landrat Arndt Steinbach.

Die konkreten Vorhaben sollen in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden, wobei innerhalb des ersten Jahres die Konzeption und danach ein praktischer Durchlauf erarbeitet und finanziert werden. Innerhalb des Projektzeitraumes können weitere Vorhaben gefördert werden. Diese werden durch einen Beirat bewertet und dann bestätigt. Der Beirat hat zum einen die Belange und Herausforderungen des Handwerks, zum anderen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz für die Region im Blick und besteht aus Akteur/-innen aus Handwerk, Wirtschaft, Wissenschaft, Ge-sellschaft und Politik. Damit sei nochmal das Anliegen des Bundesprojekts unterstrichen. Das WIR!-Projekt stärkt Innovation in der Region. Dies ist umso wichtiger, da die wirtschaftliche Zugkraft der Metropolen Leipzig, Chemnitz und Dresden von einem gesunden und prosperierenden Umfeld abhängig ist.

(KHS )