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Tipps zum neuen Datenschutz

ParagraphAb 25. Mai gilt die neue europäische Datenschutzgrundverordnung. Sie enthält einige Neuerungen, aus denen auch Handwerksbetriebe Konsequenzen ziehen müssen. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Welche Firmen sind betroffen?
Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet, ist betroffen und verpflichtet die neue EU-Datenschutzgrundverordnung

einzuhalten. Dabei ist es unerheblich wie viele Mitarbeiter ein Betrieb hat oder wie viel Umsatz er macht.

Reicht eine sehr gute ITSicherheit nicht aus, um den neuen Anforderungen zu genügen?
Nein, denn Datenschutz ist nicht gleichzusetzen mit IT-Sicherheit. Datenschutz ist in erster Linie eine juristische und organisatorische

Herausforderung. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien benötigt klare Antworten auf eine Frage wie: Wer darf welche Daten für welche Zwecke verwenden?

Wann braucht ein Handwerksbetrieb einen Datenschutzbeauftragten?
Unternehmen haben einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen, wenn bei ihnen mindestens zehn Personen angestellt sind, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten zu tun haben, also Kundendaten an ihren Rechnern nutzen.

Darüber hinaus sind Unternehmen auch unterhalb dieser Schwelle zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet. Etwa dann, wenn sie sensible Daten, z. B. Gesundheitsdaten, nutzen. Die Anforderungen von der Verarbeitung von Gesundheitsdaten von Kunden sind höher als bei anderen Handwerksbetrieben. Dies betrifft etwa Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker.

Wer kann Datenschutzbeauftragter werden?
Datenschutzbeauftragte müssen zwei Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen die Fachkunde besitzen, also eine entsprechende Schulung absolviert haben, und sie dürfen durch die Ausübung ihrer Aufgaben keinen Interessenkonflikten unterliegen. Letzteres heißt, dass Datenschutzbeauftragte beispielsweise nicht Mitglieder der Geschäftsführung, Leiter der EDV- oder der Personalabteilung eines Betriebes sein können. Firmen können auch externe Dienstleister mit dem Datenschutz beauftragen.

Welche Aufgaben hat ein Datenschutzbeauftragter?
Er unterrichtet und berät sowohl die Geschäftsführung als auch die Mitarbeiter in allen Belangen des Datenschutzes. Er überwacht die Einhaltung der Datenschutzvorschriften, sensibilisiert und schult die Mitarbeiter. Aber Achtung: Die Geschäftsführung bleibt trotz der Ernennung eines Datenschutzbeauftragten für das rechtmäßige Handeln im Betrieb verantwortlich.

Welche Strafen drohen?
Aufsichtsbehörden können Bußgelder von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmensverhängen.

Seminare zum Datenschutz

■ Mitarbeiterdatenschutz im Betrieb
- 23.4. in Großenhain
- 29.5.2018 in Bautzen

■ Betrieblicher Datenschutzbeauftragter
- 26.4 – 27.4. in Dresden
- 7.6. – 8.6 in Bautzen
- 14.6. – 15.6. in Dresden

■ Datenschutzbeauftragter – das Jahresupdate zur Kenntnisauffrischung
- 21.6. in Dresden
- 20.9. in Dresden

Kontakt:
Kerstin Hinderer
Telefon: 03518087-520
E-Mail: kerstin.hinderer@hwk-dresden.de


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