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Ein Bier zum Freischlagen

Dachdeckergesellen kniend auf der BühneJunge Handwerker erhielten ihre Gesellenbriefe

Meißen. Schläge sind unangenehm. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Dachdecker der Kreishandwerkerschaft Region Meißen zelebrierten in einem traditionellen Ritual das „Freischlagen“ der Junggesellen. Nach bestandener Gesellenprüfung knieten vier ehemalige Auszubildende vor dem Publikum nieder und wurden nach Bekenntnis

ihrer Lehrlingssünden von ihren Meistern schmerzfrei symbolisch freigeschlagen. Das erste Bier als Geselle gehörte ebenfalls zum Ritual auf der Bühne des Meißner Burgkellers. Mit den Dachdeckern erhielten 31 junge Leute ihre Gesellenbriefe. Die Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Region Meißen für frisch gebackene Gesellen bildet den Abschluss der nicht immer einfachen Ausbildung in einem Handwerksberuf. „Sie können stolz sein auf ihren ersten Schritt ins Berufsleben. Sie haben die Möglichkeit genutzt, einen international anerkannten Ausbildungsabschluss zu erlangen. Sie haben in ihrer Generation den Vorteil, dass sie mit Computer und Handy aufgewachsen sind. Nutzen Sie die digitalen Möglichkeiten zur Vernetzung“, gibt Andreas Eisenreich von der Handwerkskammer Dresden mit auf den Weg.

Frisör Tom Jähnigen und Fleischer Max MünchKreishandwerksmeister Peter Liebe drückt aber auch sein Bedauern über die Noten der Gesellen aus: „Es ist sehr schade, dass die Mehrheit die Ausbildung mit der Note 4 abgeschlossen hat. Ich hoffe, dass sie sich im Berufsleben so weiterentwickeln, um vielleicht noch den Weg der Meisterausbildung zu beschreiten.“

Gäste beim „Freischlagen“ der Junggesellen

Mit den besten Ergebnissen des Jahrganges, der Note 2, starten Frisör Tom Jähnigen und Fleischer Max Münch ins Berufsleben. Anstoßen mit einem Glas Sekt, ein feines Menü und Gespräche gehörten zum Ausklang der Feier.

(Peter Noack)


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